Filmpremiere „Kind sein – Selbstporträts mit Schule“ mit anschließendem Gespräch
am 2. Mai 2016 um 18.00 Uhr im Programmkino Ost
Die Regisseurin und die Protagonisten sind anwesend

Kind sein

Frieda, Marta, Tillmann, Sophie, Sina, – sie alle gehen in die 4. Klasse der Natur-und Umweltschule Dresden. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein – und sind sich doch näher als die meisten Kinder ihres Alters. Sie sind die Hälfte ihrer Schulzeit an der frischen Luft, im Wald oder in der Stadt unterwegs, lernen selbstorganisiert nach einem Wochenplan, üben demokratisches Handeln in der Kinderkonferenz, lernen Streitschlichten und gegenseitiges Zuhören und haben längst andere Werte untereinander als das Leistungsprinzip. Und falls wir Erwachsenen vergessen haben sollten, was es eigentlich bedeutet, ein Kind zu sein, dann erklären sie es uns hier noch einmal.

Doch der schulische Freiraum ist bedroht: Seit die kleine Schule in freier Trägerschaft im September 2011 eröffnete, muss sie sich in einem zähen Kampf um Weiterführung jährlich neu behaupten.

Dies ist die Einladung zu einem Essay, in dem die kindliche Entwicklung über alle Widrigkeiten hinweg die bürokratischen Wege der Genehmigung einer freien Schule ad absurdum führt.

Schulgeldfreiheit ist Verfassungsrecht!

Artikel 102 [Schulwesen, Lernmittelfreiheit], Abs.4: 1 Unterricht und Lernmittel an den Schulen in öffentlicher Trägerschaft sind unentgeltlich. 2 Soweit Schulen in freier Trägerschaft [….] 3) eine gleichartige Befreiung gewähren, haben sie Anspruch auf finanziellen Ausgleich.


Die Fraktion „Die Linke“ im sächsischen Landtag hat sich Mitte November positioniert, dass sie eine abstrakte Normenkontrollklage wegen des fehlenden Ausgleichsanspruchs bei Nichterheben von Schulgeld nicht unterstützen wird.

» Pressemitteilung Die Linke „88/2015: Verfassungsklage könnte freien Schulen schaden, nicht nützen“ (PDF)

Neues Gesetz für Schulen in freier Trägerschaft beschlossen

Durch den Verfassungsgerichtsbeschluss vom Nov. 2013 erzwungen, wurde gestern,  am 8. Juli 2015, im sächsischen Landtag mit den Stimmen der Regierungskoalition gegen alle Bedenken der Experten der Anhörung vom 17. April, der Opposition sowie der Betroffenen das neue Gesetz der Schulen in freier Trägerschaft beschlossenen.
Bezeichnend ist auch, dass alle Änderungsanträge der Opposition schon im Schulausschuss und in der Anhörung prinzipiell abgelehnt wurden.

Selbst für die Schulen, die das unrechtsmäßige 4. Jahr der Wartefrist ohne jegliche finanzielle Unterstützung auskommen mussten, soll es keine Entlastung geben. Beispiel: Natur- und Umweltschule

Zur Erinnerung:
Das Landesverfassungsgericht hat die ständige Verschlechterung der Lage der Schulen in freier Trägerschaft und somit deren komplette Finanzierung für verfassungswidrig erklärt! Das Oberverwaltungsgericht hat die Regelungen zur Wartefrist als nicht gesetzesmäßig gekippt, und, und, und....

Somit galt dieser verfassungswidrige Zustand auch in der Vergangenheit und ist Verfassungsbruch.
In der gestrigen Debatte wurde klar, dass die Regierungspartei CDU nicht gewillt ist, diesen selbst verschuldeten Rechtsbruch von 2010 anzuerkennen und den dadurch Geschädigten zu helfen.


Der Landes-Eltern-Rat hat mehrfach die Interessen der Eltern eingefordert und äußert sich in seiner Pressemitteilung klar gegen dieses Gesetz.

» Pressemitteilung des LER (PDF)

» brandaktuelles Urteil des Staatsgerichtshofs Stuttgart (Link)
(entspricht dem Verfassungsgericht des Freistaates)


Top 2 am 8. Juli
Lesung und Beschlussfassung zum Entwurf "Sächsisches Gesetz über Schulen in freier Trägerschaft (SächsFrTrSchulG)"

» 16. Sitzung des Plenums vom 08.07.2015 - Das Programm

» BESCHLUSSEMPFEHLUNG

Einladung die Gesetzesverabschiedung klein, fein, kritisch und munter zu begleiten.

8 Juli 11-13 Uhr vor dem Landtag


Thema: Eure letzte Chance! (vor den Sommerferien)

  • Letzte Chance, Herr Tillich, unsere Petition entgegen zu nehmen!
  • Letzte Chance, Frau Kurth, uns Eltern anzuhören!
  • Letzte Chance für Ministerium und Verwaltung uns endlich die Zahlen zu bringen!
  • Letzte Chance die Schülerinnen zu hören: Schülerbühne!

Letzte Chance für ein verfassungsgemäßes Gesetz!

Kommt also vorbei. In zwei Stunden werdet Ihr viel Spaß haben und umfassend informiert. Das könnt Ihr allen Interessierten mitteilen, ob Schülerschaft, Eltern, Pädagogen oder Träger. Die schon Eingeweihten dürfen die Stände mit gestalten.

Das Aktionsbündnis „Schule für ALLE“

Eltern der Natur- und Umweltschule verwahren sich gegen Falschbehauptungen der Sächsischen Bildungsagentur

» NUS Erklärung der Eltern vom 21.05.2015 (PDF)

Teilerfolg für Dresdner Natur- und Umweltschule

NUSDer Traeger der Dresdner Natur- und Umweltschule hat gestern vor dem Verwaltungsgericht Dresden einen Teilerfolg erzielt. Die Richter verpflichteten die Schulbehoerde über den Antrag auf Genehmigung der bereits seit 2011 betriebenen Grundschule mit den Klassenstufen 1 bis 4 unter Beachtung der Rechtsauffassung des Gerichts neu zu entscheiden - Urteil vom 4. Juni 2015, Az. 5 K 1157/13.

» nus-dresden.de

Kundgebung am 10. Juni 2015, 15 Uhr vor dem Landtag


» www.aktive-schule-dresden.de/Kundgebung
» Aufruf zur Großkundgebung
» www.facebook.com/freiebildung


Poster Variante 1Poster Variante 2Poster Variante 3Poster Variante 4


3.000 Eltern, Pädagogen und Schüler fordern ein faires und verfassungskonformes Schulgesetz 


Mit einem bunten Mitmach-Bühnenprogramm,  haben rund 3000 Schüler, Eltern und Lehrer freier Schulen am 10. Juni vor dem sächsischen Landtag in Dresden für eine gleichberechtigte Behandlung aller Schulen im Freistaat demonstriert.
Aufgerufen zu der Kundgebung hatte das Aktionsbündnis «Schule für alle», das Eltern, Schülern und Träger freier Schulen aus Sachsen vereint. Das Bündnis fordert eine gleiche Finanzierung jedes Schulkinds in Sachsen um Schulgeldfreiheit, den Erhalt und die Ausstattung der Schulgebäude erhalten und ausstatten und die tarifgleiche Bezahlung von Pädagogen an freien Schulen gewährleisten zu können. Denn nur so sei freier Zugang zu Bildung und Chancengleichheit gewährt, wie ein Sprecher erläutert. Auch die gemeinsame Forderung freier und staatlicher Schulen nach Selbstbestimmung wurde gestellt.
Anlass für die Kundgebung ist die Überarbeitung des "Gesetzes über Schulen in freier Trägerschaft“ in diesem Jahr. Dies wurde nach dem Urteil des Sächsischen Verfassungsgerichtshofs notwendig, das 2013 einige Regelungen im Gesetz als verfassungswidrig einstufte. So wurde unter anderem festgestellt, dass für Schulen in staatlicher Trägerschaft kein Vorrang gegenüber Schulen in freier Trägerschaft besteht. Das Aktionsbündnis „Schule für alle“ sieht den geforderten Grundsatz der Gleichrangigkeit und Gleichwertigkeit der öffentlichen Schulen in staatlicher und freier Trägerschaft nicht gewährleistet.
Bereits seit Beginn des Jahres organisierten Aktive des Bündnisses darum Aktionen für ein verfassungskonformes Gesetz für freie Schulen. Dazu zählt die Petition "Stopp dem Verfassungsbruch! Für eine faire Finanzierung freier Schulen im Freistaat Sachsen!", die insgesamt 27.000 Menschen unterzeichneten und der Smart Mob „Zahlen holen“ im Kultusministerium und in der Sächsischen Bildungsagentur.

Nach den vorangegangenen Aktionen bildete die Kundgebung „Gute Schulen für alle!“ nun einen weiteren
Höhepunkt in diesem Schuljahr, welcher von namhaften Künstlern wie Manfred Breschke vom Dresdner Kabarett Breschke & Schuch, der Sängerin, Schauspielerin und Kolumnistin Anna Mateur sowie dem Liedermacher Gerhard Schöne künstlerisch unterstützt wurde. Ebenso bot das Podium vielen Schülern Raum, poetisch und musikalisch ihre kritische Sicht auf die bestehende Ungleichbehandlung zu verdeutlichen. Die Statements verschiedener Abgeordneter lassen hoffen, dass das politische Ringen um ein faires allgemeines sächsisches Schulgesetz nicht abreißt. Die Organisatoren der Kundgebung resümieren: „Wir sind uns sicher, dass unser Anliegen klar und deutlich rüber gekommen ist. Wir reichen allen Mandatsträgern in der Politik und den beteiligten Verbänden unsere Hand, damit wir konstruktiv-kritischer Teil des weiteren Diskussionsprozesses sind!“

   
Fotos: Christoph Brogsitter, Clemens Kahrs

Postkartenaktion!

Mit der gemeinsamen Postkartenaktion wollen wir unseren Landesvater, Stanislaw Tillich, in seiner Bildungsinitiative unterstützen und erstmals die Anliegen der gesamten Elternschaft vom Kindergarten an in ein zeit- und bedarfsgerechtes Schulgesetz einbringen.

» Postkarte als PDF-Datei downloaden